HomePod mini 2 für 169 Euro: Neue Siri-KI startet vorerst nicht in der EU
Apple hat den HomePod mini 2 offiziell vorgestellt und aktualisiert damit seinen kompakten Smart Speaker. Die zweite Generation bringt den S10-Chip, neue Funktionen für die Audiowiedergabe und fünf Farbvarianten mit. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Unterstützung für Siri AI, mit der Apples Sprachassistent künftig deutlich komplexere Aufgaben übernehmen soll.
- HomePod mini 2 kostet in Deutschland 169 Euro
- Vorbestellungen ab 13. Oktober, Verkaufsstart am 30. Oktober 2026
- Neuer S10-Chip, Sound Glow und Surround Sound mit vier Lautsprechern
- Siri AI kommt erst mit einem späteren Softwareupdate
- Deutschland und die EU gehören nicht zu den angekündigten Siri-AI-Startregionen
In Deutschland soll der HomePod mini 2 für 169 Euro angeboten werden. Die Vorbestellungen beginnen amheute, der Verkaufsstart ist für den 30. Oktober vorgesehen. Zur Auswahl stehen Pink, Grün, Blau, Weiß und Mitternacht.
Siri AI soll deutlich mehr können – aber nicht zum Marktstart
Eine wesentliche Neuerung betrifft Apples Sprachassistenten. Der HomePod mini 2 unterstützt die neue Siri AI, die auf Apples aktuellen Foundation Models basiert. Damit soll der Lautsprecher nicht mehr nur einfache Sprachbefehle ausführen, sondern auch zusammenhängende Gespräche führen und komplexere Fragen beantworten können.
Apple nennt unter anderem die Möglichkeit, Informationen aus persönlichen Nachrichten, Kalenderterminen und anderen Apps miteinander zu verknüpfen. So soll Siri beispielsweise ein Lied finden können, das ein Freund in einer Nachricht empfohlen hat. Auch Erinnerungen auf Grundlage von Terminen oder das Heraussuchen eines Rezepts aus einer E-Mail sollen möglich sein.
Siri AI bezeichnet Apples neue Generation des Sprachassistenten, die auf den Apple Foundation Models basiert. Sie soll natürlichere Gespräche ermöglichen, allgemeine Wissensfragen beantworten und Informationen aus verschiedenen Apps miteinander verknüpfen.
Für die Verarbeitung persönlicher Inhalte benötigt der HomePod mini 2 ein kompatibles iPhone oder iPad mit Apple Intelligence. Die neue Siri-Version wird erst mit einem späteren Softwareupdate freigeschaltet und ist zunächst nicht für die EU angekündigt.
Die persönlichen Funktionen setzen allerdings ein kompatibles iPhone oder iPad mit Apple Intelligence voraus. Der HomePod mini 2 kann dabei bis zu sechs Personen anhand ihrer Stimme unterscheiden und die jeweiligen persönlichen Informationen zuordnen.
Für allgemeine Wissensfragen, natürlichere Gespräche und eine verbesserte Musiksuche soll Siri AI nach der Aktivierung auch ohne ein eigenes Apple-Intelligence-fähiges iPhone oder iPad nutzbar sein.
Allerdings steht die neue Sprachassistenz zum Verkaufsstart noch nicht bereit. Apple will Siri AI erst mit einem späteren kostenlosen Softwareupdate nachreichen.
In der EU gibt es Einschränkungen
Für Kunden in Deutschland ist vor allem die regionale Verfügbarkeit entscheidend. Apple kündigt Siri AI zunächst ausschließlich für die USA, Australien, Kanada, Indien, Neuseeland, Singapur, Südafrika und Großbritannien an. Die neue Sprachassistenz soll dort zunächst auf Englisch verfügbar werden.
Deutschland und andere EU-Mitgliedstaaten gehören nicht zu den angekündigten Startregionen.
In den Hinweisen zur Pressemitteilung bestätigt Apple zudem ausdrücklich, dass Siri AI auf iOS und iPadOS zunächst nicht in der EU verfügbar sein wird. Da mehrere Funktionen des HomePod mini 2 auf ein kompatibles iPhone oder iPad angewiesen sind, betrifft diese Einschränkung auch die Nutzung des Lautsprechers.
Wann Siri AI in Deutschland freigeschaltet wird, hat Apple bislang nicht mitgeteilt. Auch ein konkreter Zeitplan für die Unterstützung der deutschen Sprache fehlt.
Damit können Käufer hierzulande zunächst nicht den vollständigen Funktionsumfang nutzen, den Apple für die neue Generation bewirbt. Die klassischen Funktionen zur Musikwiedergabe und Smart-Home-Steuerung bleiben davon grundsätzlich unberührt.
S10-Chip und neuer Surround Sound
Im Inneren des HomePod mini 2 arbeitet der Apple S10. Der Chip übernimmt unter anderem die Echtzeitanalyse der Audiowiedergabe. Mithilfe von Computational Audio werden Dynamik, Lautstärke und Klangcharakteristik laufend angepasst.
Am grundsätzlichen Audiokonzept hält Apple fest. Der kompakte Lautsprecher setzt weiterhin auf eine rundum abstrahlende Wiedergabe mit 360-Grad-Klang. Mehrere Geräte lassen sich für Stereo- oder Multiroom-Audio kombinieren.
Neu ist die Unterstützung eines Surround-Systems mit vier Lautsprechern. Zusammen mit dem Apple TV 4K der vierten Generation können vier kompatible HomePods zu einer Heimkino-Konfiguration verbunden werden.
Dabei erkennt das System laut Apple die Position der einzelnen Lautsprecher und passt die zeitliche Abstimmung sowie die Pegel automatisch an. Für die Funktion werden vier HomePod mini 2 oder HomePod der zweiten Generation benötigt, die in passenden Paaren für die Front- und Rückkanäle angeordnet werden.
Eine weitere Neuerung betrifft die Nutzung am Mac. Der HomePod mini 2 kann dort als Standardlautsprecher eingerichtet werden, etwa für Filme, Spiele oder Videokonferenzen. Voraussetzung ist ein Mac mit Wi-Fi 6E oder neuer.
Sound Glow bringt Lichteffekte zur Musik
Mit Sound Glow führt Apple außerdem eine neue Funktion für die beleuchtete Oberseite des HomePod mini ein.
Die Beleuchtung reagiert auf die laufende Musik und passt ihre Farben unter anderem an das Albumcover an. Auch Bässe und Höhen beeinflussen die visuellen Effekte. Für bestimmte Hintergrundklänge, beispielsweise Regen, sind ebenfalls passende Animationen vorgesehen.
Die Steuerung von Sound Glow per Sprache setzt nach Angaben von Apple ein kompatibles iPhone mit Apple Intelligence und aktueller Software voraus. Damit könnte auch diese Funktion in Deutschland zunächst nur eingeschränkt bedienbar sein.
Smart-Home-Zentrale mit Geräuscherkennung
Neben der Musikwiedergabe dient der HomePod mini 2 weiterhin als Steuerzentrale für das vernetzte Zuhause. Über Siri und die Home-App lassen sich kompatible Geräte bedienen und Automationen ausführen.
Dazu gehören unter anderem Lampen, Thermostate, Jalousien und Türschlösser. Als Home Hub ermöglicht der Lautsprecher außerdem den Fernzugriff auf unterstützte Smart-Home-Geräte.
Auch die Geräuscherkennung ist wieder an Bord. Der HomePod mini 2 kann auf akustische Signale von Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern reagieren und bei einer Erkennung eine Benachrichtigung an verbundene Apple-Geräte senden. Die Funktion ersetzt allerdings keinen eigenständigen Rauch- oder Kohlenmonoxidmelder.
Darüber hinaus unterstützt der Lautsprecher kompatible Kameras und Videotürklingeln. In Verbindung mit HomeKit Secure Video und aktivierter Gesichtserkennung kann Siri beispielsweise ansagen, wer vor der Haustür steht.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
Der HomePod mini 2 soll in Deutschland 169 Euro kosten. Damit liegt die neue Generation 30 Euro über dem bisherigen HomePod mini, den Apple für 139 Euro angeboten hat.
Vorbestellungen sind ab heute möglich. Die reguläre Verfügbarkeit beginnt am 30. Oktober 2026. Zum Start stehen die fünf Farben Pink, Grün, Blau, Weiß und Mitternacht zur Auswahl.
Der neue Lautsprecher unterstützt HomePod-Software 27.2. Für einige der angekündigten Funktionen werden darüber hinaus aktuelle Betriebssystemversionen auf weiteren Apple-Geräten vorausgesetzt.
Die neue Siri AI soll zu einem späteren Zeitpunkt kostenlos nachgereicht werden. Apple nennt bislang allerdings weder einen konkreten Veröffentlichungstermin noch einen Zeitplan für Deutschland.
Für Interessenten in der EU ist deshalb entscheidend, zwischen den bereits verfügbaren Audio- und Smart-Home-Funktionen und den angekündigten KI-Fähigkeiten zu unterscheiden. Gerade Siri AI gehört zu den zentralen Neuerungen des HomePod mini 2, ist hierzulande aber vorerst nicht zugesagt.












